Der
Peridot ist die Edelstein-Qualität
des Minerals Olivin. Der Name stammt aus dem Griechischen (peridona
= Fülle geben) und bezieht sich wahrscheinlich auf das satte,
lebhafte Grün sowie den hohen Glanz, die diesen attraktiven
Farbedelstein auszeichnen. Während z.B. Smaragde oder grüne
Turmaline bei geringer Lichtstärke oftmals wenig zur Geltung
kommen, zeigt der Peridot auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen
seine intensive Farbe. Seine Farbpalette reicht von gelbgrün
zu hellgrün, lindgrün, olivgrün bis zu bräunlich-grün.
Als farbgebende Substanz dient Eisen.
Peridot war schon vor ca. 3.600 Jahren in Ägypten ein sehr
begehrter Edelstein. Das damalige Hauptvorkommen lag auf einer kleinen
Insel im Roten Meer. Die Griechen und Römer nannten
diese Insel Topazos – das erklärt auch, weshalb über
viele Jahrhunderte der Name Topas für grüne Edelsteine
verwendet wurde, obwohl er in dieser Farbe kaum vorkommt.
Erst im Mittelalter wurde der Peridot
durch Kreuzritter wieder nach Europa gebracht und vorwiegend für
kirchliche Insignien verwendet. Während der Barock-Epoche war
Peridot dann der beliebteste aller Edelsteine und wurde in großen
Mengen zu Schmuck verarbeitet.
Heute finden sich die besten Qualitäten in der Hindukusch-Region
Pakistans. Die ebenfalls erstklassigen Peridots aus Myanmar (Burma)
sind aufgrund eines Handelsembargos derzeit kaum verfügbar.
Geringere Mengen an hochwertigen
Peridots liefern auch Brasilien, Sri Lanka und Südafrika. Aktuell
werden auch aus China Peridots angeboten, meist handelt es sich
dabei um Steine mit höherem Gelbanteil und relativ geringer
Farbsättigung.
Größere Vorkommen finden sich auch im US-Bundesstaat
Arizona, allerdings weisen diese
Steine keine besonders attraktive Farbe auf (häufig bräunlich-grün).
Peridot ist der Monatsstein
für August.
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